Neuer Film über den Start der LISA Pathfinder Mission veröffentlicht

O2: A new season!
30 November 2016

The (w)hole story of black holes in a series of 15 short interviews with famous scientists from all over the world...

Neues Video in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des GATIS-Netzwerks

31. Mai 2017

Max-Planck-Direktor und Professor der Leibniz Universität Hannover für die Entwicklung von Schlüsseltechnologien zum Gravitationswellennachweis ausgezeichnet

Prof. Karsten Danzmann, Direktor am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut; AEI) in Hannover und Direktor des Instituts für Gravitationsphysik der Leibniz Universität Hannover, erhält den mit 750.000 € dotierten Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft. Die Körber-Stiftung zeichnet damit jährlich herausragende in Europa tätige Wissenschaftler für deren zukunftsträchtige Forschungsarbeiten aus. Mit dem Körber-Preis 2017 würdigt die Stiftung Danzmanns zentrale Rolle bei der Entwicklung der Technologien, mit denen die Advanced-LIGO-Detektoren in den USA im September 2015 erstmals direkt Gravitationswellen nachweisen konnten. Damit wurde eine 100 Jahre alte Vorhersage Albert Einsteins bestätigt und ein neues Zeitalter der Astronomie eingeläutet.

01. Juni 2017



Ergebnisse bestätigen bislang unbekannte Population schwarzer Löcher

Das Laser Interferometer Gravitational-wave Observatory (LIGO) hat zum dritten Mal Gravitationswellen – Kräuselungen von Raum und Zeit – nachgewiesen und zeigt damit, dass nun ein neues astronomisches Beobachtungsfenster weit geöffnet ist. Wie bei den ersten beiden Nachweisen entstanden die beobachteten Wellen bei der Verschmelzung von zwei schwarzen Löchern zu einem größeren schwarzen Loch. Das Signal wurde zuerst am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut, AEI) in Hannover gesehen. Forschende am AEI in Potsdam und Hannover und an der Leibniz Universität Hannover haben wichtige Beiträge auf mehreren Schlüsselgebieten geleistet: hochpräzise Wellenformmodelle zur Entdeckung des Signals und um astrophysikalische Informationen daraus zu gewinnen, effiziente Datenanalyse-Methoden und ihre Implementierung auf leistungsfähigen Großrechnern sowie fortschrittliche Detektortechnologie. Der Nachweis ermöglicht es, die Anzahl verschmelzender schwarzer Löcher im Universum besser schätzen zu können. Darüber hinaus stimmt er vollkommen mit Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie überein.

10. April 2017

Professor Hermann Nicolai, Direktor am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut/AEI), hat einen der begehrten Advanced Grants des Europäischen Forschungsrats (ERC) erhalten. Mit den dafür bewilligten Mitteln in Höhe von ca. 1,9 Mio EURO fördert der ERC Nicolais Erforschung einer vereinheitlichten Theorie der Quantengravitation. Dabei spielen Symmetrien eine entscheidende Rolle.

04. April 2017

Dr. Dietrich erforschte in seiner Promotionsarbeit die Gravitationswellensignale verschmelzender Neutronensterne. Gravitationswellen von Schwarzen Löchern waren bereits 2015 direkt gemessen worden. Dietrichs Ergebnisse erweitern unser Wissen über Neutronensterne und erlauben, zukünftige Messungen von Neutronensternverschmelzungen besser zu interpretieren. 
Dietrich machte seine Doktorarbeit von 2012 bis 2015 an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena und verteidigte sie dort 2016. Seit Herbst 2015 forscht er als Postdoc in der Abteilung „Astrophysikalische und Kosmologische Relativitätstheorie“ am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Potsdam.

15. März 2017

Welcome to the tenth issue of the LIGO Magazine. This issue comes as we enter a “new season” of gravitational-wave astronomy: continuing the search for new signals with LIGO’s second observing run, O2”. We begin with an overview of O2 and an interview, “Getting ready for O2: A data analysis perspective”, with gravitational-wave astronomers Sarah Caudill and Vivien Raymond when they were gearing up to begin analyzing the new data. Michael Zevin discusses the new "Gravity Spy ” citizen science project, which is drawing insight from thousands of volunteers to characterize new LIGO data.

28. Februar 2017

Neue unabhängige Max-Planck-Forschungsgruppe in Hannover

Seit Januar 2017 – gerade einmal rund ein Jahr nach dem Beginn der Gravitationswellen-Astronomie – ist das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut; AEI) in Hannover um ein junges Forscherteam reicher. Die von Dr. Frank Ohme geleitete unabhängige Max-Planck-Forschungsgruppe „Beobachtung und Simulation von kollidierenden Binärsystemen“ wird in den kommenden fünf Jahren Zusammenstöße von Schwarzen Löchern und Neutronensternen durch aufwändige Computersimulationen studieren und so an zentralen Fragen der neuen Gravitationswellen-Astronomie arbeiten.

08. Februar 2017

Weitere Stärkung der Forschung von AEI und Laser Zentrum Hannover

Vor einem Jahr wurde der erste direkte Nachweis der von Albert Einstein vorhergesagten Gravitationswellen bekanntgegeben. An der Entdeckung waren die Laser-Expertinnen und -Experten des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut; AEI), der Leibniz Universität Hannover und des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) federführend beteiligt, denn im Herzen der amerikanischen LIGO-Detektoren wird ihre hochpräzise Lasertechnologie zur Messung der schwachen Gravitationswellensignale eingesetzt. Nun haben AEI-Forschende gleich zwei neue Technologien vorgestellt, die geeignet sind, die Empfindlichkeit zukünftiger Gravitationswellen-Detektoren weiter zu verbessern. Die Max-Planck-Gesellschaft stärkt nun die Entwicklung von Lasersystemen für Gravitationswellen-Detektoren der dritten Generation. Im Rahmen eines neuen fünfjährigen Forschungsprojektes erhält das AEI 3,75 Millionen Euro um in Kollaboration mit dem LZH neuartige Laser und Stabilisierungsverfahren zu entwickeln.

24. Januar 2017

„Minerva“ wird Gravitationswellen schneller als der bisherige Supercomputer des Instituts berechnen

Am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut, AEI) wurde der neue Supercomputer „Minerva“ in Betrieb genommen. Mit 9.504 Rechnerkernen, 38 TeraByte Arbeitsspeicher und einer Rechenleistung von 320,4 TeraFlop/s ist der Großrechner mehr als sechsmal so leistungsfähig wie das Vorgängermodell. Damit können die Wissenschaftler der Abteilung „Astrophysikalische und Kosmologische Relativitätstheorie“ nun deutlich mehr Gravitationswellenformen berechnen und komplexere Simulationen durchführen.

11. Januar 2017

Mit der Hilfe von zehntausenden von Freiwilligen entdeckt das verteilte Rechenprojekt Einstein@Home 13 neue Gammapulsare

Eine Untersuchung, die länger als tausend Jahre auf einem einzelnen Computer gedauert hätte, hat binnen eines Jahres mehr als ein Dutzend neuer schnell rotierender Neutronensterne in Daten des Gammasatelliten Fermi entdeckt. Ein internationales Team unter Leitung von Forschenden des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik in Hannover untersuchte mit der von Freiwilligen aus aller Welt gespendeten Rechenleistung 118 unidentifizierte Objekte aus dem Fermi-Katalog. In 13 entdeckten sie einen rotierenden Neutronenstern im Herzen der Quelle. Alle Entdeckungen sind – nach astronomischen Maßstäben – junge Himmelsobjekte mit einem Alter von mehren zehn- und hunderttausend Jahren. Zwei von ihnen drehen sich überraschend langsam – gemächlicher als alle anderen bekannten Gammapulsare. Eine andere Entdeckung erfuhr einen sogenannten „glitch“, eine plötzliche Änderung der ansonsten gleichmäßigen Rotation mit unbekannter Ursache.

09. Januar 2017

Prof. Dr. Heinz Billing ist am 4. Januar 2017 im Alter von 102 Jahren verstorben

Nachruf

Billing muss nicht nur als deutscher Computerpionier in einem Atemzug mit Konrad Zuse genannt werden, er hat sich seit Anfang der 1970er-Jahre auch intensiv mit der Erforschung der Gravitationswellen befasst. Ohne seine Pionierarbeit an grundlegenden Technologien wären Projekte wie GEO600, der britisch-deutsche Gravitationswellendetektor bei Hannover, und das US-amerikanische LIGO (Laser-Interferometer Gravitationswellen-Observatorium) nicht möglich gewesen. Die Krönung seines Lebenswerks – die erste direkte Messung von Gravitationswellen am 14. September 2015 – hat Heinz Billing im stolzen Alter von 101 Jahren noch erlebt.